Tech Thursday


Adventures in Hong Kong

Technology and Science


Da ist gar kein Fahrer in der U-Bahn

Heute habe ich meine reduzierte Studentenkarte für den Nahverkehr abgeholt. Weil ich dann gerade schon einmal in der Stadt war, habe ich direkt die neue fahrerlose U-Bahn getestet, die erst seit einer Woche im Betrieb ist.

Wer sich jetzt um die fehlenden Arbeitsplätze sorgt, dem sei gesagt, dass China großartig darin ist, sinnlose neue Arbeitsplätze zu schaffen. Mitarbeiter, die Schilder halten obwohl hinter ihnen an der Wand das gleiche Schild in dreifacher Größe montiert ist und Aufpasser, die einen zum Festhalten des Geländers der Rolltreppen ermahnen, sind noch die sinnvolleren Jobs in der MTR. Es gibt auch Menschen, die den ganzen Tag die Aufgabe einer Baustellenampel übernehmen oder die einmal alle halbe Stunde zu zweit die Leine einer Fähre annehmen...

Jedenfalls bin ich am Ende der Fahrt in Ap Lei Chau gelandet:

Ap Leic Chau

Bei einem kurzen Spaziergang habe ich dort einen Sikh getroffen, der fließend Kantonesisch sprach. Er hat mir gezeigt, wo er seit 20 Jahren wandern geht und konnte immer noch nicht glauben, dass durch die neue MTR Linie nun auf einmal so viele Leute auf "seinem" Weg unterwegs sind. Wir haben ein cooles Foto gemacht und dann vergessen, es mir zu schicken. Erinnern werde ich mich an diesen schillernden Menschen dennoch sicherlich.


Free WiFi

So ganz verkehrt ist die aktualisierte Version von Maslow's Pyramide nicht:

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Zum Glück gibt es eduroam, einen großen Verbund von Forschungseinrichtungen, der gegenseitigen Internetzugang gewährleitstet. So musste ich nur den Laptop auf dem Campus aufklappen und schon war ich verbunden. So habe ich auch schon in Trondheim und Wien einfach mal mit meinem Handy das Internet nutzen können.

Aber auch sonst gibt es in Hong Kong mehr öffentliches WiFi, als in vielen deutschen Städten. Wi-Fi.hk und mein Prepaid Anbieter CSL haben eine große Anzahl kostenloser Hotspots in der Stadt installiert. Damit reichen mir dann 300 MB mobiles Datenvolumen für günstige 38 HKD im Monat völlig aus, um im Zweifel wieder nach Hause zu finden.


Star Ferry

Star Ferry Pier

Zwischen Kowloon und Hong Kong Island verkehren Fähren der Gesellschaft Star Ferry - bereits seit 1880. Die Überfahrt ist mit 2.5 HKD sehr günstig und bietet einen atemberaubenen Blick auf beide Skylines.

Cool an diesen Fähren ist, dass sie in beide Richtungen fahren können - die Lehnen der Sitzbänke lassen sich dazu ganz einfach umklappen. Die aktuellen Schiffe wurden in den 1950ern und 1960ern gebaut


Steckerchaos

Dank hervorragender Planung habe ich daran gedacht, ein Adapter für die Steckdose mitzubringen. Obwohl darauf Hong Kong angegeben war, hat der aber natürlich nicht gepasst.

In Hong Kong gibt es, wie in Europa, 240V Wechselspannung mit 50 Hz Frequenz. Allerdings größtenteils mit UK Steckern, manchmal aber auch mit indischen Steckern und in Hotels auch mal 110V mit US Stecker...

Auf die Gefahr hin, zum Apple Fanboy gestempelt zu werden, habe ich mir dann tatsächlich deren World Travel Adapter Kit gekauft, denn das ist in HKD wesentlich günstiger, als in Europa oder den USA. Travel Adapter Kit Jetzt kann ich quasi überall auf der Welt meinen Laptop oder ein beliebiges USB Gerät laden.

Apropos Elektrizität: Ich habe noch nie (nicht einmal in Norwegen) so viele Tesla Model S gesehen, wie in Hong Kong. Die Steuern auf PKW mit Verbrennungsmotor sind hier nämlich extrem saftig und können locker noch einmal den Nettowert des Wagens selbst erreichen. 1