Food Friday


Adventures in Hong Kong

Food


Kaufkraftparität messen mit dem Big Mac

Immer um 9:00 und 15:00 Uhr gibt es an der Uni 'Egg Tart' - für jeweils 10 Minuten, denn dann ist auch schon wieder alles ausverkauft. Diese beliebte Süßspeise ist eine Art runder Käsekuchen mit Blätterteig und schmeckt wirklich überragend. Mit 3 HKD ist sie außerdem ein echtes Schnäppchen.

Egg Tart

An diesem Abend war ich noch schwimmen und alle Kantinen hatten waren schon geschlossen, als ich hungrig geworden bin. Zum Abendessen bin ich deshalb zu McDonald's ausgewichen und habe einen BigMac bestellt. Der ist mit 16,8 HKD überraschend günstig im sonst so teuren Hong Kong.

Tatsächlich wird der BigMac als Indikator für Kaufkraft genutzt, denn er ist auf der gesamten Welt in gleicher Qualität verfügbar. Hong Kong ist der Ort, wo man einen BigMac am schnellsten erarbeitet hat. Durchschnittlich muss man hier 8.7 Minuten arbeiten, um sich einen BigMac leisten zu können.


圣诞快乐

Das war also der erste Heiligabend abseits der eigenen Familie. Ehrlich gesagt habe ich allerdings nicht so viel Heimweh bekommen - bei 20°C kommt man halt auch einfach nicht so recht in Weihnachtsstimmung.

Den Tag habe ich mit ein paar Mitbewohnern im Nationalpark und am Strand verbracht. Offensichtlich waren wir die einzigen ohne umfangreiche Campingausrüstung und Camping an Weihnachten scheint hier ein angesagtes Ding zu sein.

Am Abend haben wir (für Weihnachten standesgemäß) mehr gegessen, als gut für uns war. Beim Hot Pot hat jeder Platz eine Heizplatte mit einem Topf heißer Brühe. Darin kann man dann analog zum Fondue sein Fleisch und Gemüse garen.

Hot Pot

Trotz völlig gefülltem Magen musste ich mir natürlich unbedingt noch einen Nachtisch an der Frozen Yoghurt Maschine zapfen und bin zurück zur Uni gerollt.


Ramen

Eines der besten Essen, das ich bisher in Hong Kong hatte, war japanisch. Restaurants aus diesem Land sind hier recht beliebt und wie ich erfahren durfte, hat das auch durchaus seine Berechtigung.

Ramen Place

Die Nudeln hatten eine richtig angenehme Konsistenz und sind am ehesten mit selbst gemachten Nudeln vergleichbar. Die Brühe war relativ gehaltvoll und hat den Geschmack der Muscheln in meinen Ramen angenommen.

Den chinesischen Namen für diese Eigenschaft habe ich an dem Abend gelernt, aber mittlerweile leider schon wieder vergessen. Das Repertoire chinesischer Wörter zur Beschreibung von Speisen scheint deutlich ausgeprägter zu sein, als im Westen.


Mango Sago mit Kokosmilch

Wir sind zu einem Restaurant gegangen, das nur Sorbets und andere Desserts anbietet. Wie überall in Hong Kong ist der Platz natürlich begrenzt und man musste davor ein paar Minuten warten, bis man an einen Tisch durfte.

Bei sechs Plätzen am Tisch sitzen ganz sicher auch sechs Personen daran - wir vier hatten also noch zwei wildfremde andere Gäste am Tisch.

Mango Sago

Mein Mango Sago mit Kokosmilch war sehr lecker - obwohl mich diese Sago Perlen irgendwie an Bubble Tea erinnert haben. Es wird hier von einem erwartet, sein Essen recht zügig zu sich zu nehmen und nicht ewig und gemütlich am Tisch zu sitzen. Während unserer Mahlzeit wurden die übrigen zwei Plätze konsekutiv von drei verschiedenen Paaren besetzt.


BBQ Pork Bun und Pork-Shrimp Dumplings

Wer auch immer auf die Idee gekommen ist, Schweinefleisch und Schrimps zu kombinieren war offensichtlich ein Feinschmecker.

Dim Sum

An diesem Dim Sum Stand jedenfalls gab es jede Menge Körbe, in denen die Speisen in heißem Dampf gegart wurden.


Eigene Küchen werden überbewertet.

In meinem Wohnheim gibt es keine Küche, sondern lediglich eine Pantry mit Wasserkocher und Mikrowelle.

Glücklicherweise hat die Uni aber auch an Nahrungsaufnahme gedacht: Neben dem Cafe Einstein gibt es mehrere Kantinen, die von verschiendenen Cateringfirmen betrieben werden und recht günstige Preise (20 - 35 HKD) haben. Dazu gibt es noch McDonalds, Starbucks mit 30% Studentenrabatt und diverse Kioske mit Sandwiches.

LG1 can.teen Mein Favorit bisher ist der LG1 BBQ Counter.


Abseits der Wolkenkratzer

Das Frühstück habe ich mit Pineapple Buns begonnen. Die sind süß, fluffig und mit einer süßen Kruste überzogen. Pineapple Bun Dann bin ich in den ruhigen Küstenort Sai Kung gefahren, wo die Fische lebend in kleinen Tanks im Boot schwimmen und von dort verkauft werden. Das Schlachten der lebenden Fische war irgendwie ekelig, hat mich aber gleichzeitig fasziniert.

Dort gab es entweder Restaurants mit Michelin Sternen oder kleine Straßenläden, deren handgeschriebene Speisekarte die Google Translator App aber nicht übersetzten konnte. Am Ende habe ich deswegen Fish and Chips gegessen - das konnte man wenigstens auf Englisch bestellen. Sai Kung

Das Abendessen habe ich dann mit Handzeichen bestellt: Abendessen Die Soßen, die ich völlig planlos ausgewählt habe, haben ziemlich gut gepasst und ziemlich gut geschmeckt.

Achso, Strand und Inseln gab es dort auch: Sai Kung