Adventures in Hong Kong


2016-2017

Maclehose Trail - Stage 5 und 6

Für diesen Sonntag haben sich Ajinkya und ich eine lange Wanderung vorgenommen. Los ging es an der Choi Hung MTR und wir sind zum Kowloon Peak hochgewandert. Von dort konnte man über ganz Kowloon, Hong Kong Island und sogar bis nach Lantau schauen. Trotz des wolkigen Himmels waren die Sichtverhältnisse also ziemlich gut.

Skyline

Stage 5 führt dann einigermaßen eben für 10 km über den Dächern Kowloons entlang.

Trail

Das Highlight ist dann der Gipfel Lion's Rock, an dem gleich mehrere Felsen für Fotos und den Blick über die Stadt einladen. Hier mischt sich der Weg mit einem Infopfad über die Natur und die Stellungen des zweiten Weltkrieges in dieser Gegend.

Lion's Rock

Am Ende von Stage 5 gelangt man zu einem Trinkwasserreservoir, an dem viele Affen in freier Wildbahn leben und Äpfel aus den Mülltonnen klauen. Gelegentlich bestehlen sie auch die Wanderer, weswegen es jede Menge Schilder mit Verhaltensregeln gibt. Zum Beispiel soll man die Affen nicht zu lange anstarren und auf keinen Fall essen, während sie zuschauen. Cool war auch, dass dort einige Babyaffen zu sehen waren.

Monkeys

Stage 6 ist dann eine relativ kurze Wanderung von einem Reservoir zum nächsten. Am Ende waren wir ziemlich erschöpft; wussten aber noch nichts von der Schlange an der Bushaltestelle. Statt dort in der Schlange zu stehen, sind wir daher noch weiter bis zur nächsten Haltestelle gelaufen und haben damit bestimmt noch die 20 km Marke geknackt.

Reservoir


Dim Sum, Eislaufen und noch mehr Dim Sum

Das Office für PG Studies hat am Samstag einen Kochkurs für Dim Sum organisiert. Im Prinzip ist Dim Sum eine Sammelbezeichnung für frittierte und dampfgegarte Speisen, die süß oder herzhaft sein können.

Los ging es mit Krabben - im Prinzip Maultaschen mit Krabbenfleischfüllung in Krabbenform. Als nächstes haben wir süße Pinguine gemacht, die mir deutlich besser gelungen sind, als die Krabben.

Pinguins

Zum Abschluss haben wir noch hasenförmige Dim Sum zubereitet und dann natürlich alles gegessen. Mein Umgang mit Stäbchen fand im übrigen Anerkennung.

Meal

Weil Britt (Stewardess von meiner Schule) gerade wieder nach HK geflogen ist, haben wir uns kurzfristig zum Eislaufen getroffen.

Ice rink

Danach habe ich mit ihr noch mehr Dim Sum gegessen.


MoMoKu

An diesem Food Friday haben sich Wiebke, Varshil und ich für koreanisches Essen entschieden.

Bei MoMoKu gab es im Unterschied zu den meisten chinesischen Restaurants tatsächlich einen Einrichtungsstil und sowas wie Ambiente.

ambinete

Als Essen haben wir uns für Reisgerichte in heißen Steinschalen (Bibimbap) mit ein paar Beilagen entschieden. Nachdem man die Reisschale erhält, muss man zunächst 30 Sekunden warten, bis der Reis an dem Stein leicht bräunlich und knusprig wird. Dann kippt man nach Wunsch ein paar Soßen dazu und durchmischt die ganze Schale.

Momoku

Das Essen war gut, aber nicht ganz so überragend, wie zum Beispiel bei Ichiran Ramen. Vielleicht haben wir uns aber auch nur nicht richtig konzentriert, weil die Sichtlebenden zum Nachbar gefehlt haben...


Google Maps Terrain

Bei Google Maps gibt es eine Einstellung für Terrain, mit der man sich Höhenlinien anzeigen lassen kann. Das ist ziemlich praktisch zum Wandern.

Maps


Bambusgerüste überall

Neben dem Schwimmbad auf dem Campus wird ein neues Sportzentrum gebaut. Wie üblich in Asien, besteht das gesamte Gerüst aus Bambus.

Das Bambusgerüst ist sehr günstig und kann sehr flexibel an die Bedürfnisse der Baustelle angepasst werden. Es wird aus Bambusstäben und Plastikbändern errichtet, die geschickt miteinander verknotet werden.

Bambusgerüst

In der Uni war ich ziemlich erstaunt, dass die systematische Werkstoffauswahl mit CES Edupack Bambus für eine biegesteife Struktur das gleiche Leichtbaupotential wie für Stahl oder Hightech Faserverbunde attestierte. Daneben ist es auch noch ökologischer, weil es natürlich abbaubar und mit wenig Energieeinsatz hergestellt werden kann. Ein Bambusgerüst ist also eigentlich viel eher das Gerüst der Zukunft und kein Relikt aus alten Zeiten.

Von der Arbeitssicherheit der 'Spinnenmenschen' bin ich allerdings noch nicht vollständig überzeugt.


Sékoia - Vague Wave

Die Musik für den Start in die neue Woche.


Cathay Pacific

Am Samstag bin ich sehr früh aufgestanden, um zum Flughafen zu fahren. Dort hat die Aerospace Fakultät nämlich einen Besuch bei der Airline Cathay Pacific organisiert.

Wir hatten einen sehr netten Guide, der uns das Hauptquartier der Fluggesellschaft aus Hong Kong gezeigt hat. Besonders beeindruckend waren die Attrappen der eingesetzten Flugzeuge zum Training der Flugbegleiter. Für jeden Flugzeugtyp (777, 330, 350) gab es einen eigenen großen Raum, der wie das jeweilige Flugzeug aussah.

Mock Up Plane

Ich habe mir natürlich nicht die Gelegenheit nehmen lassen, einen First Class Sitz auszuprobieren. Davon gibt es bei Cathay in der First Class einer 777 genau sechs Ausführungen, die von 2 Flugbegleitern betreut werden.

First Class Seat

Am Ende der Tour haben wir noch einen der zwölf Flugsimulatoren gesehen, in dem die Piloten trainieren.

Flugsimulator


Ramen für Profis

Gleiche vorne weg: Dies ist kein gemütliches Restaurant zum plaudern oder um Freunde kennenzulernen. Das hier ist eine ernste Angelegenheit und der ultimative Fokus auf den Geschmack eines einfachen Nudelgerichts.

Das scheint aber niemanden abzuschrecken, denn schon vor dem Restaurant müssen wir 20 Minuten in der Schlange stehen. Nachdem wir dann endlich eintreten dürfen, gibt es eine weiter Schlange, in der wir noch einmal genau so lange warten dürfen - diesmal immerhin mit Sitzgelegenheiten.

Schlange

Auf den Stühlen darf man dann gleich sein Essen auswählen. Auswählen ist vielleicht das falsche Wort, denn es gibt eigentlich nur ein einziges Gericht. Dafür kann man die Ramen aber im kleinsten Detail spezifizieren - von extra fest bis super weich, von kräftiger Brühe bis leichter Brühe und von keiner Soße bis zur zehnfachen Portion der ultimativ scharfen hausgemachten Soße.

Um sich dann wirklich nicht ablenken zu lassen, wurden an jedem Platz Sichtblenden zum Nachbar installiert. Schließlich ist dies der ultimative Fokus auf den Geschmack und nicht der Ort fürs erste Date.

Sitzplatz

Durch die kleine Luke vor einem bestellt man dann seine individuell getunte Nudelsuppe und bekommt sie in fünf Minuten - schließlich stehen die Leute schon eine Stunde vor dem Restaurant Schlange.

Ramen Dish

Was ich dann geschmeckt habe, hat tatsächlich alle Erwartungen übertroffen. Ich kann immer noch nicht begreifen, wie eine einfache Nudelsuppe zu so einer geschmacklichen Explosion werden kann. Einmal habe ich noch Nachschlag (Kae-Dama) bestellt und nur 20 Minuten später haben wir das Restaurant glücklich verlassen. Wir standen doppelt so lange in der Schlange, wie wir gegessen haben.


Mein neues Handy

Mein altes Handy hat mittlerweile ein Alter von vier Jahren überschritten und gerade bei den Fotos hat sich gezeigt, dass an dieser Stelle heutzutage noch etwas mehr Luft nach oben ist.

Dennoch habe ich mich schwer damit getan, ein neues Handy zu kaufen, obwohl das alte noch (nach einer Operation und Akkuwechsel) weitestgehend funktioniert hat. Aber die schlechte Kamera, ein chronischer Mangel an Speicherplatz und andauernde Verzögerungen haben mich dann doch zur suche nach einem neuen Telefon bewegt.

Ich war aber auch schon immer an den Flagship Killern von OnePlus interessiert, die ziemlich konsequent gute Technik zu einem minimalen Preis entwickelt haben. Mittlerweile sind die Handys von OnePlus nicht mehr so günstig, wie am Anfang, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dennoch kaum zu schlagen - insbesondere, wenn man in Hong Kong Dollar bestellt. Schlussendlich habe ich dann also das OnePlus 3T bestellt und am Dienstag per Post bekommen.

Bisher bin ich von dem Handy wirklich begeistert. Alles klappt rasend schnell und ohne Verzögerungen. Die Leistung mag wahrscheinlich für meine Anwendung etwas übertrieben sein, aber ich will ja auch mindestens weitere vier Jahre damit über die Runden kommen.

Ich erfreue mich vor allem an den Details:

  • Die Tastatur erkennt Deutsch und Englisch ohne Umschalten - es ist wirklich nervig, wenn die deutsche Autokorrektur Englisch teilweise zu Deutsch korrigiert. In der Tat habe ich diesen ganzen Blog-Eintrag mit dem Handy geschrieben.
  • Der Akku hält mit 3400mAh lange und selbst wenn man das Laden vergisst, hat OnePlus mit Dash Charge die Laderegelung (+Hitzeentwicklung) in das Netzteil ausgelagert und kann den Akku viel schneller laden.
  • Der Fingerabdrucksensor ist angenehmer, als ein Muster auf dem Bildschirm zu wischen und ist unglaublich schnell bei der Erkennung.
  • Fotos sind jetzt scharf und farbgetreu, Videos mache ich in 4K und selbst die Selfies haben 16MP.

Street Scene

Das wichtigste ist aber, dass alles so extrem flüssig läuft. Was immer ich anklicke, passiert sofort und jedes Wischen und Zoomen klappt ohne jedes Ruckeln und die Freude darüber zeigt, dass mein altes Handy tatsächlich etwas in die Jahre gekommenen ist.


Campus

Auch nach drei Monaten freue ich mich jedes Mal wieder, wenn ich am Balkon des akademischen Hauptgebäudes vorbeilaufe. Die Lage dieses Campus direkt am Hang zum Meer ist einfach unbeschreiblich schön.

Sunrise

Hier habe ich noch einem Link zu meinem Panorama vom Campus.